IDD – Die wichtigsten Änderungen im Überblick

23.02.2018

Seit heute muss die Versicherungsvertriebsrichtline in die Deutsche Gesetzgebung umgesetzt werden. Da das Europäische Parlament und der Rat einer Verschiebung bislang noch nicht zugestimmt haben, gelten die Änderungen ab sofort. Eine Verschiebung kann höchstens in den nächsten Wochen verabschiedet werden, welche dann auch rückwirkend Anwendung findet. Wir haben Ihnen die wichtigsten Änderungen zusammengefasst:

Weiterbildung

Sie als Versicherungs-Vermittler müssen seit diesem Jahr regelmäßig Ihre Weiterbildung nachweisen. In diesem Jahr wird die Weiterbildungspflicht im Übrigen anteilig auf 12,5 Stunden reduziert.  Der derzeit gültige Entwurf sieht vor, dass Sie die 15 Weiterbildungsstunden an Ihre zuständige IHK übermitteln müssen. Ob das allerdings auch so Anwendung findet bleibt abzuwarten, da die IHKs sich bereits über den Verwaltungsaufwand beklagt haben. Wir informieren Sie selbstverständlich über alle Änderungen.

Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung für Versicherungs-Anlageprodukte

Für die Vermittlung von Versicherungs-Anlageprodukten benötigen Sie weiterhin keine Erlaubnis nach § 34 f der Gewerbeordnung. Allerdings sieht die Vermittlerverordnung Änderungen in der Beratungs- und Dokumentationspflicht vor. Ähnlich wie bei der Vermittlung von Anlageprodukten müssen Vermittler künftig eine Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung vornehmen und diese auch dokumentieren.

Zu den Versicherungs-Anlageprodukten zählen alle Produkte der Schicht 3. Geförderte Altersvorsorgeprodukte wie Rürup, Riester und die betriebliche Altersvorsorge sind nicht betroffen. Aus unserer Sicht ist es jedoch absolut empfehlenswert, auch bei diesen Produkten auf Angemessenheit und Geeignetheit zu beraten und zu dokumentieren.

Mit unserer Beratungsdokumentation erfüllen Sie alle Voraussetzungen nach IDD!

Vermittlung auf Provisionsbasis oder Honorar

Provisionsmodelle bleiben weiter bestehen. IDD sieht eine stärkere Unterscheidung zwischen Versicherungsvermittler und Honorar-Versicherungsberater vor. Ein Honorar-Versicherungsberater nach § 34 d Gewerbeordnung darf sich seine Tätigkeit nur durch den Auftraggeber (Kunden) vergüten lassen. Er darf also keine Provisionen von Versicherungsunternehmen annehmen. Bei Bruttotarifen ist der Versicherer verpflichtet, den Anteil der Vermittlungskosten an den Kunden weiter zu leiten.

Das Provisionsabgabeverbot bleibt weiterbestehen. Ausgenommen sind Geschenke im Wert bis 15 Euro.

Erstinformation

Wie der AfW berichtet, ist die Erstinformation derzeit nicht anzupassen, da die Änderungen erst mit Inkrafttreten der neuen VersVermV gelten. Der Beschluss zur neuen Verordnung wird sich wohl noch einige Wochen in die Länge ziehen. Der derzeitige Entwurf sieht vor, dass Sie angeben müssen ob Sie als Makler, Versicherungsvermittler oder Versicherungsberater tätig sind und aus welchen Quellen Sie Ihre Vergütung erhalten.

Vermittlung auf Ihrer Homepage

Die IDD sieht Regulierungen in der Vermittlung von Fernabsatzverträgen vor. Der Kunde hat die Möglichkeit, auf die Beratungspflicht durch eine Erklärung in Textform zu verzichten. Sie müssen jedoch weiterhin vor Abschluss des Versicherungsvertrags ermitteln, welche Wünsche und Bedürfnisse der Kunde hat.

 

Beantragen Sie einen Testlogin und überzeugen Sie sich von unserer IDD-konformen Beratungsdokumentation