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Lesedauer: 6 Minuten, 12. Oktober 2022

Maklerpool-Vergleich

Wie Sie den richtigen Vertriebspartner finden

Bester Maklerpool, fairster Maklerdienstleister, Servicequalität-Champion … alle Jahre wieder packen Fachmedien ihre Siegerpodeste aus. Doch wie aussagekräftig sind diese Rankings und Hitlisten? Inwieweit sie Versicherungsmaklern bei der Entscheidung für einen Dienstleister helfen und worauf Sie bei einem Vergleich von Maklerpools unbedingt achten sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Makler-Champion, Maklerpool-Hitliste, Service-Award – was sagen die Rankings aus?

An Maklerdienstleister-Rankings besteht in Deutschland kein Mangel. Das Finanzportal Cash Online veröffentlicht jährlich seine Maklerpool-Hitliste, das Versicherungsmagazin kürt die Makler-Champions unter Versicherern und Maklerdienstleistern, das Fachmedium AssCompact verleiht Awards in diversen Kategorien, darunter auch “Pools und Dienstleister” – um nur die drei bekanntesten Auszeichnungen zu nennen. Und zugegeben: Wir sind schon immer ein wenig stolz, wenn der Deutsche Maklerverbund bei diesen etablierten Maklerpool-Vergleichen auf dem Podest landet. Aber hilft Ihnen als Versicherungsmakler das weiter?

Eine gute erste Übersicht geben die Rankings auf jeden Fall, wenn Sie auf der Suche nach einem Vertriebspartner sind. Sie basieren in der Regel auf Befragungen von Versicherungsmaklern. Anbieter, die dabei auf den vorderen Plätzen landen, dürften daher einiges richtig machen. Allerdings haben die Befragten möglicherweise ganz andere Bedürfnisse und Schwerpunkte als Sie. Und nicht immer geben diese Umfragen ein repräsentatives Bild der gesamten Maklerschaft in Deutschland wieder. 

Grundsätzlich ist ein Vergleich von Maklerpools schwierig. Denn die Angebote der einzelnen Dienstleister unterscheiden sich teilweise recht deutlich voneinander.

Tipp: Sehen Sie hinter das Siegel!

Lesen Sie nach, in welchen Bereichen ein Maklerpool im Vergleich gut abschneidet. Bei vielen Rankings werden Auszeichnungen in diversen Kategorien verliehen. Sie reichen vom Angebot in den einzelnen Sparten über technische Lösungen bis zur Qualität des Kundenservices und der Fachkompetenz der Ansprechpartner. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie potenzielle Vertriebspartner einfach direkt, um offene Fragen abzuklären. So bekommen Sie auch gleich einen ersten Eindruck vom Kundenservice des Anbieters.

Der beste Maklerpool ist eine individuelle Angelegenheit

Auf den Anbieter mit den meisten Auszeichnungen oder der höchsten Bilanzsumme im Ranking zu setzen, ist ein nachvollziehbarer Impuls – aber nicht immer die beste Idee. Wichtig ist vor allem, dass der Dienstleister zu Ihren Bedürfnissen und Strukturen passt. Daher sollten Sie im ersten Schritt für sich klären, was Ihnen bei Ihrem zukünftigen Vertriebspartner wichtig ist. 

    • Geht es Ihnen als Neumakler vor allem erst einmal um breiten Produktzugang? 
    • Legen Sie Wert auf direkte Courtagezusagen von den Versicherern? 
    • Wollen Sie Prozesse auslagern oder dank ausgeklügelter Software mit Automatisierungen mehr Zeit gewinnen?

Das sind nur ein paar der Fragen, die Sie sich vorab stellen sollten. Um dann im zweiten Schritt prüfen zu können, ob das Angebot eines Dienstleisters Ihre Anforderungen erfüllt. Klingt aufwendig? Ist es zugegebenermaßen auch ein wenig. Wir unterstützen Sie dabei mit unserer Maklerpool-Checkliste, die Sie nach einer kostenlosen Anmeldung herunterladen können. Langfristig rechnet sich der Aufwand eines gründlichen Vergleichs auf jeden Fall. Denn der richtige Vertriebspartner kann entscheidend zu Ihrem Unternehmenserfolg beitragen. Genau wie ein ungeeigneter Maklerpool Sie einiges an Zeit und Nerven kosten kann.

Ausgezeichnete Qualität

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Langfristige Beziehung, aber keine Monogamie

Sie verkaufen zwar nicht direkt Ihre Seele an den Dienstleister, aber Sie gehen in vielen Fällen eine langfristige Geschäftsbeziehung ein. Im Schnitt bleiben Versicherungsmakler 13 Jahre lang bei Ihren Dienstleistern, wie eine Untersuchung von AssCompact aus dem Jahr 2021 zeigt. Angesichts des Aufwands, den die Bestandsübertragung von einem Pool mit sich bringt, ist nachvollziehbar, warum Vermittler ihre Vertriebspartner nicht leichtfertig wechseln. 

Umso wichtiger ist es, abzuklären, ob der Dienstleister zu Ihnen passt, bevor Sie Geschäft darüber einreichen. Im Idealfall können Sie die Leistungen im Vorfeld erst einmal unverbindlich testen, bevor Sie eine Vertriebsvereinbarung unterzeichnen. Auch Branchenkollegen nach ihren Erfahrungen mit Maklerpools zu fragen, kann bei der Entscheidungsfindung helfen.

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Allgemeine Faktoren bei der Auswahl des Maklerpools

Welcher Maklerpool sich am besten für Ihr Unternehmen eignet, hängt also von den spezifischen Gegebenheiten ab. Doch es gibt einige allgemeine Faktoren, die Sie bei Ihren Überlegungen berücksichtigen sollten.

    • Größe: Große, umsatzstarke Versicherungsmaklerpools haben mehr Gewicht am Markt und können deshalb häufig mehr Versicherer im Portfolio und bessere Konditionen aushandeln. Das bedeutet allerdings nicht zwingend höhere Courtagen für angeschlossene Makler. Denn große Anbieter müssen meist auch höhere Kosten decken. Außerdem kann Größe zulasten der persönlichen Betreuung gehen. Bei kleineren Anbietern haben Sie oft feste Ansprechpartner, die Sie und Ihr Unternehmen gut kennen und deshalb schnell und unkompliziert weiterhelfen können.
    • Produktzugang: Eine große Produktauswahl ist hilfreich, wenn Ihr Maklerbüro ebenfalls breit aufgestellt ist. Auch wenn es Ihnen darum geht, Randgeschäft abzudecken, ist ein Vertriebspartner mit breitem Sortiment ideal. Haben Sie sich hingegen auf einen bestimmten Bereich spezialisiert, fahren Sie mit einem Spezialanbieter möglicherweise besser. Wichtig ist, dass das Portfolio des Vertriebspartners zum eigenen Geschäftsmodell passt.
    • Bestands- und Courtagesicherheit: Der Haken am Konzept Maklerpool ist, dass kein direktes Vertragsverhältnis zwischen Versicherer und Makler besteht. Deshalb ist es wichtig, dass es klare Regelungen gibt, die Ihren Bestand und Ihre Courtagezahlungen sichern. Etwa wenn Sie die Zusammenarbeit beenden wollen oder der Dienstleister insolvent ist.
    • Leistungsspektrum: Was bietet der Dienstleister neben dem Produktzugang? Stellt er auch technische Lösungen und Software zur Verfügung, die Sie bei der Arbeit unterstützen? Bietet er zusätzliche Services, die Ihnen wichtig sind, beispielsweise Weiterbildung? Grundsätzlich gilt: Vollintegrierte Lösungen, bei denen Sie alle wichtigen Leistungen aus einer Hand erhalten, ermöglichen Ihnen effizienteres Arbeiten.
    • IT-Kompetenz und Innovationsfähigkeit: Wer als Versicherungsmakler digital nicht gut aufgestellt ist, wird über kurz oder lang nicht wettbewerbsfähig sein. Dienstleister mit hoher IT-Kompetenz unterstützen Maklerbüros bei der Digitalisierung. Das kann allerdings nur mit einem Vertriebspartner gelingen, der technisch auf der Höhe der Zeit ist und seine Lösungen stetig weiterentwickelt.

Dass Kosten und etwaige Mindestumsätze zentrale Faktoren bei der Auswahl eines Dienstleisters sind, versteht sich von selbst. Eher nebensächlich ist in der Regel der Standort des Vertriebspartners. Ein Maklerpool in Hamburg ist in der Regel in der Lage, auch Kunden in München oder Köln gut zu betreuen. Wenn Ihnen der direkte persönliche Kontakt wichtig ist, gibt es dafür oft Möglichkeiten. Wir beim Deutschen Maklerverbund veranstalten beispielsweise jedes Frühjahr eine Roadshow in vielen deutschen Städten, damit Sie uns in Ihrer Nähe persönlich kennenlernen können. Außerdem arbeiten unsere Maklerbetreuer dezentral in verschiedenen Regionen Deutschlands, sodass wir nach Möglichkeit einen Ansprechpartner in Ihrer Nähe bereitstellen.

Fazit:

E

Rankings und Awards verschaffen einen guten ersten Überblick über die Poollandschaft in Deutschland. Blind vertrauen sollten Sie diesen Maklerpool-Vergleichen jedoch nicht.

E

Regel Nr. 1: Der Vertriebspartner muss zu den eigenen Bedürfnissen passen. Machen Sie sich bewusst, was Ihnen wichtig ist, um zielgerichtet zu vergleichen.

E

Maklerverbünde bieten ähnliche Leistungen wie Pools bei anderer rechtlicher Ausgestaltung mit Direktanbindung.

E

Die Bestände aller Vertriebspartner sollten unter einer Oberfläche verwaltet werden können. Ansonsten droht Datenchaos.

Zum Autor
DEMV-Maklerbetreuer Guido StendelGuido Stendel ist Maklerbetreuer und Digitalisierungsspezialist der ersten Stunde beim Deutschen Maklerverbund. Er kennt das MVP “Professional works” seit dessen Entstehung im Jahr 2009 – und sämtliche Kniffe und Tricks, die Maklern die Arbeit erleichtern. Dank eigener langjähriger Erfahrung als Vermittler weiß er um die größten Zeitfresser im Makleralltag und wie man sie automatisiert.

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